《Vera - Ein Abentuer ins Ungewisse [German]》Kapitel 58: Entlarvt
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Offenbar hat man mir in meiner Abwesenheit einen Spitznamen verpasst. “Bezwinger der Hexe” war jetzt nicht unbedingt ein Titel, welchen ich mir erträumt hatte. Für mich war das spontane Duell nur eine Verkettung unglücklicher Umstände. Für die normalen Bewohner der Stadt hatte dieses Ereignis allerdings eine ganz andere Bedeutung.
Niemand würde es vermutlich öffentlich zugeben, doch die Kinder des Barons erfreuen sich bei den einfachen Leuten nur sehr geringer Beliebtheit. Sie sind den Launen der Geschwister hilflos ausgeliefert. Das nun endlich mal jemand Annabell in die Schranken gewiesen hat, empfinden viele Leute als eine Art von Gerechtigkeit. Wie ich aber in der Gilde herausfinde, kursieren mittlerweile die wildesten Geschichten über den Hergang des Duells.
Manche erzählen, dass ich die Tochter des Barons mit einem Streich niedergestreckt hätte und Herr Lester so sprachlos von meiner Darbietung war, dass er mich einfach gehen lassen musste. Andere behaupten, dass ich Annabell so hart verprügelt habe, dass der Baron einschreiten musste und mich zur Aufgabe zwang. Vom talentierten Lehrling eines hochrangigen Magiers, bis zur Nutzung von verbotenen Substanzen, um den Kampf zu gewinnen, ist alles dabei. Das ich in Wahrheit der verzogenen Göre nicht ein Haar gekrümmt habe, scheint keine Sau zu interessieren.
Marcos Zorn auf mich scheint mittlerweile auch verflogen zu sein. Der Gildenanführer empfängt uns gelassen in seinem Büro. Sophie berichtet ihm in kurzen Sätzen von den Ereignissen im Wimmerwald, lässt aber meine Auseinandersetzung mit den Ritterspinnen außen vor. Der Chef muss ja nicht alles wissen. Eine äußerst ausführliche Belehrung über vertretbare Risiken und verantwortungsvollem Handeln ist so ziemlich das Letzte, was ich im Moment gebrauchen kann.
Für mich selbst hat der Bogenschütze bereits eine neue Mission in petto. In vier Tagen soll ich einen fahrenden Händler auf seiner Route begleiten. Soviel zu meinen Plänen für ein paar ruhige Tage. Immerhin verspricht ein empfohlenes Level von 38 zur Abwechslung mal keine Kämpfe gegen verrückte Adlige oder riesige Spinnen. Vier Tage sollten auch ausreichen, um alle nötigen Besorgungen zu erledigen. Mit einem letzten Hinweis darauf, dass ein paar Briefe für mich angekommen sind, schmeißt uns Marco aus seinem Büro.
Tatsächlich finde ich besagte Post säuberlich gestapelt auf meinem Bett wieder. Jedoch hatte ich bei “ein paar Briefe” an zwei oder drei und nicht an sage und schreibe vierzehn Stück gedacht! Vor allem ein besonders leuchtend weißer Umschlag von einem gewissen Roman Pilkowski bereitet mir direkt Kopfschmerzen.
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Nach einer ausgiebigen Mahlzeit widme ich mich pflichtbewusst dem Papierkram. Neben einem sehr netten Brief von Herrn Krüger, welcher sich ausführlich für meine Hilfe bedankt, sind mehrere Einladungen zu kleineren Veranstaltungen dabei. Auch ein paar meiner Magierkollegen fragen nach einem Treffen. Meine Lust auf so viel Trubel hält sich arg in Grenzen. Ich habe echt Besseres zu tun, als mich jeden zweiten Tag zu besaufen. Um die Einladung von Frau Messing werde ich aber nicht herum kommen. Großen Auftraggebern schlägt man bekanntlich nur selten einen Wunsch aus. Seufzend öffne ich den letzten Brief.
“Sehr geehrter Herr Lang,
lieber hätte ich das persönliche Gespräch mit ihnen gesucht, doch aufgrund diverser Verpflichtungen meinerseits ist es mir aktuell nicht möglich, die Akademie zu verlassen.
Ich schreibe ihnen deshalb diese Zeilen, um mich für das Duell mit meiner Schülerin zu bedanken. Seinen Gegenüber nur mit Manabolzen zu überwältigen, war in meiner Jugend ein gängiger Trick. Heutzutage wieder von so einem lang vergessenen Klassiker zu hören, ist erfrischend. Aus diesem Grund würde ich sie gerne mit offenen Armen in der Magierakademie von Turbingen willkommen heißen. Die Einrichtungen hier bieten ihnen einzigartige Möglichkeiten, welche ihrer weiteren Laufbahn als Magier sicherlich dienlich sein werden. Ich hoffe, sie schon bald in unseren Heiligen Hallen begrüßen zu dürfen.
Roman Pilkowski
Vizepräsident der magischen Akademie von Turbingen”
Ich hätte nicht gedacht, dass Herr Pilkowski die Sache so locker nimmt. Leider werde ich das verlockende Angebot des Vizepräsidenten nicht annehmen können. Bis mein Vertrag mit der Shira-Gilde ausläuft, gehe ich nirgendwo hin. Außerdem bezweifle ich stark, dass meine finanziellen Mittel für ein Leben in so einer Einrichtung ausreichen. Eine Antwort bin ich dem ranghohen Magier trotzdem schuldig. Allerdings ganz bestimmt nicht auf blütenweißem Papier! Das normale Zeug ist bereits teuer genug.
Im Laufe des restlichen Tages erwerbe ich neue Wechselklamotten, ein Blatt Papier, Schreibzeug und einen großen Münzbeutel. Die ganzen Sachen kosten mich insgesamt 2.563 Sil. Insbesondere der Münzbeutel war bitter nötig. Mir ständig Sachen von anderen Leuten leihen zu müssen, wurde langsam echt peinlich. Mit einer Kapazität von bis zu 10.000 Sil sollte dieses Problem der Vergangenheit angehören. Die restlichen 456 Sil werde ich erstmal sparen, beziehungsweise in Verpflegung für meinen nächsten Auftrag investieren.
Zwei Tage später mache ich mich auf den Weg, das geliehene Buch zurückzugeben. Das Warscher-Anwesen ist ein unscheinbar wirkendes, zweistöckiges Steinhaus, welches ein wenig abseits der Hauptstraße des oberen Bezirks steht. Von außen betrachtet, würde man nicht vermuten, dass hier eine einflussreiche Magierin lebt. Über die Warscher-Familie,weiß ich nicht viel. Sie sind offenbar im Militär von Usenia eine große Nummer. In Torfbergen schätzt man aber vor allem ihr Informationsnetzwerk. Auch aus Sophie konnte ich nicht viel über die Familie herausbekommen. Immerhin hat sie mir verraten, dass Rina Warscher eine Vorliebe für Angriffe aus großer Entfernung hat. Laut ihr verfügt die Frau dabei über eine Treffsicherheit, die ihresgleichen sucht.
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Der Butler empfängt mich unverzüglich und führt mich ins Innere des Hauses. Hier wurde wiederum an keiner Stelle gespart. Dennoch fühle ich mich in den Räumen nicht ganz so erschlagen wie in den Hallen des Barons. Alles ist meiner Meinung nach ein wenig stilvoller eingerichtet. Statt überall mit Gold zu protzen, wurde penibel darauf geachtet, dass alles farblich aufeinander abgestimmt ist.
Die Hausherrin selbst begrüßt mich schließlich auf der Terrasse: “Willkommen in meinem bescheidenen Zuhause, Herr Lang. Bitte nehmen sie Platz.” Die Feuermagiern mit den rotbraunen Haaren bietet mir Tee an, den ich dankend annehme. Wir verfallen in einen seichten Plausch und einigen uns wenig später auf einen lässigeren Umgangston. “Also gut Torben”, fragt mich Rina schließlich”, kannst du mir verraten, wieso sich ein Rang 1 Magier mit Elementarfeldern beschäftigt?”
Ich versuche die vorhersehbare Frage mit einem Schulterzucken herunterzuspielen. “Warum sollte ich mich nicht für solch ein spannendes Thema interessieren?” Die hochgewachsene, schlanke Frau bleibt allerdings stur. “Ich besitze alleine in meiner privaten Sammlung drei Bücher, deren Inhalt dir wesentlich nützlicher erscheinen dürfte. Herrn Pilkowskis Werk richtet sich an Personen des 3. und 4. Ranges und erfordert stellenweise enormes Vorwissen. Nichts für Ungut, aber es würde mich doch sehr wundern, wenn du auch nur die Hälfte dieses Buches verstehst.”
Die Einschätzung der Magierin trifft es ziemlich gut. So ein Werk liest man nicht einfach so weil einem danach ist. “Die Illustrationen waren jedenfalls sehr ansprechend”, entgegne ich. Rina funkelt mich eine Sekunde böse an, doch verkneift sich ihre Antwort. “Nach deinem Duell mit Annabell habe ich mir einmal die Freiheit genommen, mehr über dich herauszufinden.'' Neue Magier tauchen selbst in der Hauptstadt nicht einfach aus dem Nichts auf. Allerdings scheint genau das bei dir der Fall zu sein. Eines Tages schlägst du einfach in Torfbergen auf und wirst umgehend von der Shira-Gilde rekrutiert. Den ersten Abenteurer bist du dann bei der Rückeroberung von Silberstieg aufgefallen. Neben dem Manabolzen hast du dort ebenfalls einen Schild- sowie einen Fallenzauber demonstriert. Vor allem Letztere hätte das Duell binnen Sekunden beenden können. Stattdessen hast du die Tochter des Barons zappeln lassen wie ein Fisch. Nenn mich ruhig naiv, aber den Berichten nach scheinst du eher der kurz-und-schmerzlos-Typ zu sein. Also wurde ich neugierig. Warum würde ein unbekannte Magier nicht das Rampenlicht nutzen um sich von seiner besten Seite zu präsentieren?''
Die Magierin steht kurz auf und kehrt kurz darauf mit einem kleinen Papierstapel zurück. “Es hat mich zwei Wochen gekostet aber das hier”, wobei sie die Dokumente auf den Tisch schmeißt, “ist eine Auflistung aller Fertigkeiten welcher der Warscher-Familie bekannt sind, die ein Naturmagier des ersten Ranges erlernen kann. In dieser Aufzählung gibt es aber keinen Zauber, welcher ein Stück Holz aus dem Boden schießen lässt! Das bedeutet, dass du entweder kein Magier der Naturkategorie bist, keine gewöhnliche Klasse besitzt oder es dir tatsächlich gelungen ist, eine neue, unbekannte Fertigkeit zu erlernen. Die erste Möglichkeit habe ich inzwischen ausgeschlossen und die dritte Option ist extrem unwahrscheinlich. Ich bin mir also zu 98% sicher, dass du ein Abweichler bist.”
Jup, bei der Magierin ein Buch auszuleihen, war eine schlechte Idee. Allerdings gibt es noch keinen Grund zur Panik. Würde mir die Feuermagierin wirklich Schaden wollen, dann wäre sie mit diesem Vortrag an die Öffentlichkeit gegangen. “Eine spannende Theorie”, erwidere ich, “doch warum erzählst du mir davon?” “Kurz gesagt möchte ich gerne alle Informationen über deine Klasse kaufen.” “Und was wäre der Warscher-Familie dieses Wissen wert?” Rina beschwört einen Münzbeutel aus ihrem Inventar, welcher mit einem dumpfen Laut auf den Tisch fällt: “30.000 Sil.”
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- In Serial12 Chapters
The Morrigan
Reality started crumbling the day I died and reincarnated. The enigmatic God offered some answers, but at the same time created more questions. Given a goal both absurd and ambiguous, I choose to start my new life. It sounded good and all, but first, I would have to avoid being eaten by my new family, or killed by the inhabitants of this new world. This is the story of how I tried to stay human when the world pushed me to become something else. A Swarm. Writing for fun and as a way to improve my English. Overpowered protagonist haters begone. The cover isn’t from my authorship, I just found it on the internet.
8 220 - In Serial13 Chapters
From Fake Dreams
The Magus Killer was dying. He had done all he could to be a Hero and save as many people as he could. He killed his father to do it. He killed his adopted mother to do it. He killed his wife in the hopes to put an end to the need to do it ever again. He failed in rescuing his daughter as a result of his efforts. All he had left was a cursed and failing body, a sizable yet antiquated home in Fuyuki Japan, and his adoptive amnisiac son whose life he had destroyed in the first place. And then the dreams came. Dreams of War, Fire, Curses, unborn Gods, Heroes, and Monsters. Dreams of unresolved conflicts, promises, dreams, and tasks. Dreams with his nearly clueless son in the middle of it all. The Magus Killer was dying. But he could still prepare for what was to come. And fortunately, that was something he was still terrifyingly exceptional at. Currently at chapter 60 on FF.net
8 91 - In Serial40 Chapters
The Secret War - 1st Novel in the Shadow Series
Vai Ma'amaloa is 17 years old, and his father has just accepted the position of Chief Science Officer aboard the G.E.V. Shadow, a retrofitted warship tasked with exploring the unknown reaches of the galaxy. Now, Vai will have to come to terms with leaving his old life behind. As he forges new relationships aboard the Shadow, and tries to settle into his new life among its occupants, he will be confronted with dangers and mysteries he never imagined. Please note, I do have a glossary of terms for this novel on my website. You can find my website information on my profile page.
8 87 - In Serial11 Chapters
Heroes Of 21st century !
A giant meteor hit our planet earth,releasing a strange energy throughout the world which gives a teenager some strange abilities.........Long story short a teenager got some strange ability and decided to become a superhero! (hah! kids knower days) only to find out it isn't that easy of a job or well a hobby especially when you are scaredy cat and a introvert social outcast after trying once and failing horribly(really HORRIBLY) he waited 3 years and has once again decided to try..............Boy got to live his dream!
8 299 - In Serial23 Chapters
Light Seekers
Najor has seen more than most boys his age should, but he's never felt the warmth of the sun on his flesh. His town has been blessed with the gift of sunlight for three years now. The elders believe that this will continue as they are in God's favor. Najor is smart enough to listen to the migrants who travel along with the beam of light which illuminates the sky. They know the light is to vanish soon, and with it will go any normality in his life. He faced with the choice of spending his life following the beam of light, or attempting to bring the sun back. The magic he wields is weak, and he can't use it for long without becoming sick. He's never left his town and only heard legends about the beasts that roam the wastelands and the sorcerers who reside high in the Phaethon Mountains. Still, he chooses to throw it all away and chase after a dream knowing he'll mostly likely die out in the darkness.
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NUDES
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