《Sword of Ending [German]》Kapitel 20
Advertisement
Ollowyn war todmüde. Er hatte nach einer guten Stunde des experimentierens herausgefunden wie Arrágatâ funktionierte. Doch das machte es nicht einfacher. Jedesmal wenn er die Technik benutzte, fühlte es sich an als hätte er gerade einhundert Mal auf den Baum eingeschlagen.
Und der silberhaarige Valurén hatte schon immer viel Stamina gehabt. Er hatte nicht den geringsten Zweifel daran, dass er den ganzen Tag bis tief in die Nacht Bäume fällen könnte. Doch selbst mit seiner überaus großen Ausdauer war es unmöglich Arrágatâ einzusetzen ohne sein Energiereservoir restlos zu erschöpfen. Zehn Hiebe fühlten sich an wie Eintausend.
Gerade hob er seine Axt zum neunzehnten Schlag, und bemerkte, dass er es nicht ein weiteres Mal Zustande bringen würde. Die massive Eiche die vor ihm stand, war der größte Baum den er hatte finden können und er war kaum vorangekommen. Erschöpft ließ er seine Axt ein weiteres Mal in die große Wunde rauschen, in der sie ein Stück Holz weggesprengte und stecken blieb.
Ollowyn ließ sich nach hinten in das hüfthohe Gras fallen. Das nächste Mal würde er mehr als Zwanzig schaffen! Er streckte seine schmerzenden Glieder in alle Richtungen und betrachtete die vorbeiziehenden Wolken. Es war friedlich hier. Für einen kleinen Moment nickte er sein.
Dann holte ihn eine Stimme aus seinem Schlummer. “Hallo? Ollowyn? Mein Vater schickt mich, ich soll dir- Oh. Da bist du ja.”
Ronkan’s Tochter stand einige Meter entfernt, einen großen Korb an ihrem Arm hängend. Ollowyn richtete sich sofort glücklich auf. Essen. Jetzt, wo er darüber nachdachte, war er ziemlich hungrig. “Bringst du mir Mittagessen?”
Das Mädchen, das Ollowyn auf siebzehn schätzte, war kleiner als er selbst. Ollowyn’s Herzschlag wurde schneller. Bevor er sich fragen konnte warum, stellte das Mädchen bereits den Korb vor ihm ab und deutete eine kurze Verbeugung an. “Tut mir Leid, ich muss wieder nach Hause. Du kannst den Korb später vorbeibringen.”
Ollowyn blinzelte verwirrt und bevor er sich bedanken konnte war sie schon zu weit weg. Schade. Er hätte gerne kurz mit ihr gesprochen. Ollowyn setzte sich und öffnete den Korb zum Paradies. Ein reichliches Buffet mit hartgekochten Eiern, Trockenfleisch und Käse. Äpfel, Karotten und reichlich Brot. Es war genug um sich dreimal den Bauch vollzuschlagen. Es war wirklich sehr aufmerksam von Ronkan’s Familie.
Glücklich legte sich Ollowyn ins Gras und verspeiste so viel er konnte. Dann ruhte er sich noch etwas aus, wohl bedacht darauf, nicht einzuschlafen. Als er sich wieder als Werk machte, fühlte er sich wesentlich besser. Er begann damit sich leicht aufzuwärmen und dem Baum mit normalen Schlägen zuzusetzen. Schon bald war die Wunde die er geschlagen hatte groß genug um darin bequem zu liegen.
Ollowyn ging dazu über Arrágatâ zu benutzen und nach 28 tiefen Schlägen begann die Eiche zu ihm zu kippen. Sofort machte er sich mit einigen schnellen Koruí Bewegungen so weit weg vom Baumstamm, wie er konnte. Der Baum war massiv und die breit gefächerten Äste machten ihn breiter als hoch. Lediglich zur Seite zu treten wäre eventuell gefährlich gewesen. Ollowyn streckte sich erschöpft. Es fühlte sich gut an. Er hatte gegen den Baum gewonnen.
Doch der Wald erstreckte sich hinter ihm. Und Ollowyn bemühte sich bis zum Sonnenuntergang so viele Bäume wie möglich zu fällen. Letzten Endes waren seine Bemühungen ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch es nahm ihm wenig von seiner Motivation. Sechs Bäume erledigt. Sieben Mal Eintausend und- wieviele? Er war sich nicht sicher was für eine Zahl das überhaupt war. Er hätte wohl doch besser bei Marun’s Zahlenunterricht aufpassen sollen.
Schulterzuckend schnappte Ollowyn sich seinen Korb mit Essen und verspeiste ein Abendbrot bevor er den Korb bei Ronkan’s Frau abgab. Er hielt ein Auge nach dem Mädchen offen, um sich zu bedanken, doch sie war nirgendwo zu sehen.
Advertisement
Die Müdigkeit in seinem Körper machte sich bemerkbar und der Weg nach Hause war zum ersten Mal seit Monaten regelrecht schmerzhaft. Doch es war ein guter Schmerz. Es fühlte sich Richtig an. Er war so müde, dass er den Sprung über die Mauer des Anwesens nicht mehr schaffen würde. Das Tor wurde ihm von Marun geöffnet.
“Oh? Meister Torreí. Kommt herein. Wie war euer Training?” Marun behandelte Ollowyn mit dem Respekt den ein Meister des Iordai Clan’s verdiente. Ollowyn fühlte sich wie immer verlegen.
“Danke. Ganz gut, Meister Kíreii. Bitte seid nicht so formal und nennt mich nicht dauernd Meister. Es ist komisch.” Sagte er mit gerunzelter Stirn. Dann gaben seine Beine plötzlich nach und er viel nach vorne.
Marun fing Ollowyn auf und Schlag dessen Arm um seine Schulter. Ollowyn konnte gerade so aufrecht stehen, bis ihn sein Meister in seinem kleinen Schuppen absetzte.
“Überanstrenge dich nicht zu sehr beim Training. Du könntest dich verletzen wenn du im falschen Moment nicht mehr stehen kannst.” Marun wirkte besorgt. “Soll ich dir etwas brin-”
Doch Ollowyn war bereits fest eingeschlafen und Meister Kíreii begnügte sich damit ihn zuzudecken.
Ollowyn träumte davon, dass ein großes Biest ihn jagen würde. Er fühlte es, doch er bekam es nie zu Gesicht. Er rannte und rannte, doch konnte nicht entkommen. Es kam näher und näher. Bis es schließlich seinen Unterschenkel erwischte.
Der silberhaarige Junge erwachte blitzartig, als ihn etwas an seinem Fuß blitzartig aus dem Schuppen zog und einige Meter durch die Luft schleuderte. Ollowyn positionierte sich gut im Flug und landete auf allen Vieren, auf denen er durch das nasse, nächtliche Gras schlitterte. Ein schwarzer Schatten sprintete auf ihn zu. Assassine? Er riss beide Arme nach oben um abzuwehren.
Ein Knie stieß gegen seine provisorische Verteidigung und warf Ollowyn in eine aufrechte Haltung. Seine Hände fühlten sich bereits taub an. Der Schatten bewegte sich schnell. Sofort war dieser neben ihm, sprang und ein heftiger Tritt rauschte gegen Ollowyns Schläfe.
Der Junge konnte im letzten Moment noch blocken, doch seine ohnehin schon taube Hand konnte er nun kaum noch fühlen. Alles was er fühlte war Schmerz.
Doch die Angriffsfolge seines Angreifers ließ nicht nach. Wieder und wieder erreichten ihn Attacken aus Richtungen die er nicht erwartete und warfen ihn wie einen Spielball durchs feuchte Gras. Ollowyn konnte sich nicht einmal wehren, selbst wegzurennen kam ihm unmöglich vor. Er war stets an seinem Limit und konnte kaum kommen sehen was sein Gegner tat.
Nach nur wenigen Minuten der Prügel, beendete der Schatten den Kampf brutal. Er fegte Ollowyn’s Beine mit einem harten Tritt beiseite, bevor eine flache Hand Ollowyn die Luft nahm und zu Boden gehen ließ. Er war kurz davor ohnmächtig zu werden als sich sein Angreifer zu erkennen gab.
“Vergiss nicht auf meine Atemtechniken, Junge.” Sprach der alte Meister kalt. Dann zog er ihn spielerisch an seinem Hemd zurück in das Bett, dass Ollowyn im Schuppen aufgeschlagen hatte.
Ollowyn gab seiner Erschöpfung sofort nach und versank in einen starken Schlaf.
Als er erwachte, stand die Sonne bereits hoch am Himmel und sein ganzer Körper schmerzte noch mehr als am Tag zuvor. Ollowyn biss sich auf die Lippe während er aufstand. Der alte Meister hatte ihm mehrmals gesagt, dass die Atemübungen wichtig waren, doch er hatte seinen Worten nicht viel Acht geschenkt.
Mit dem alten Monster war nicht zu spaßen. Er betrachtete seine schmerzenden Arme, die sich bereits blau-lila verfärbt hatten. Doch Ollowyn war Schmerz nicht fremd. Der große Meister meinte es nur gut mit ihm. Immerhin hatte Ollowyn seine Lehren vernachlässigt. Er seufzte und machte sich mit schmerzenden Gliedern auf den Weg.
Advertisement
Auf seinem Weg durchs Dorf wurden seine Verletzungen mit hochgezogenen Augenbrauen bedacht, doch er trug seine Wunden mit Stolz und nicht mit Scham. Dennoch grüßte er nur halb so viele Leute wie sonst und beschleunigte seine Schritte. Er hatte einiges an Zeit verloren.
Als er über das Weidestück ging auf dem die Schafherde graste, konnt er bereits von weitem Ronkan erkennen. Er schien Ollowyn’s werk zu betrachten und nachzudenken.
Ollowyn begrüßte ihn von weitem. “Guten Morgen!”
Komplett aus seinen Gedanken gerissen drehte sich der Mann zu ihm. “Ollowyn. Milenia hat mir gesagt, dass du nicht hier draußen bist, also dachte ich mir ich schaue Mal nach dir. Guter Gott! Was ist mit deinem Gesicht passiert?”
Stirnrunzelnd tastete Ollowyn nach seinem Gesicht. Es fühlte sich seltsam heiß an. Offenbar war er gestern Nacht doch einige Male am Kopf getroffen worden. “Training.” Er zuckte mit den Achseln. “Nichts besonderes.”
Ronkan sah ihn mitleidig an. “Du trainierst hart. Wenn ich etwas für dich tun kann, lass es mich wissen.” Dann drehte er ab und beäugte die sechs gefällten Bäume. “Hast du all das in einem Tag allein geschafft? Ziemlich beeindruckend.”
Ollowyn setzte sich auf den Stamm der umgefallenen Eiche. “Heute werde ich mehr schaffen.” Davon war er fest überzeugt.
Sein Gegenüber nickte. “Wirklich beeindruckend. Übrigens ich habe dir was zu essen gebracht, falls du hungrig wirst.” Er stellte Ollowyn erneut einen Korb hin. “Komm am Abend kurz bei meinem Haus vorbei. Ich gebe dir eine Kräutersalbe für die Schwellungen.”
Der silberhaarige Junge verneinte jedoch. “Nein, danke. Es wird von alleine heilen.” Ollowyn wusste, dass Ronkan es nur gut meinte, doch ihm war gerade nicht danach zu reden. Er musste sich konzentrieren.
Wenig später war er alleine und er konnte die relative Stille des Waldes und der umliegenden Felder dazu nutzen seine Atemübungen zu auszuführen. Er betonte seine Atmung, so dass er jeden Atemzug in jedes Ende seines Körper spürte. Das war jedoch leichter gesagt als getan.
Denn auch wenn der alte Meister die Übungung in Detail beschrieben hatte und Ollowyn sich vorstellen konnte wie es sich anfühlte, wenn er es richtig machte, war es sehr schwer sich lange darauf zu konzentrieren. Es war ein Zustand der schwerer zu halten war als simple Meditation. Ein lauter Vogel hier, ein brechender Ast dort. Es gab vieles, das ihn wieder und wieder aus der Konzentration riss.
Mit der Zeit wurde Ollowyn zu unruhig und beschloss seine überschüssigen Energien vollständig gegen den Wald abzubauen. 22 Arrágatâ Schläge später kehrte er erschöpft auf den dicken Eichenstamm zurück. Sein Körper brannte vor Erschöpfung und es viel ihm dennoch leichter sich auf seine Atmung zu konzentrieren.
Diesmal verharrte er um einiges länger in Konzentration und als er seine Augen öffnete fühlte er sich wesentlich erholter. Verwundert betrachtete er seine Arme. Die Schwellungen waren etwas zurückgegangen? Verwundert starrte er auf die viel zu niedrige Sonne. Offenbar hatte er mehr als eine Stunde damit verbracht nur auf seine Atmung zu achten.
Irritiert machte er sich erneut ans Werk. Diesmal fühlte er sich wesentlich länger stark und erholt. Baum um Baum fiel unter seinen verstärkten Schlägen, die nun beinahe einen halben Meter tief ins Holz fuhren. Ollowyn gab mehr und mehr Acht darauf die Schläge gezielter auszuführen und immer öfter gelang es ihm kleinere Bäume in nur zehn Treffern zu Fall zu bringen. Als er endlich erschöpft aufgab, hatte er 47 Arrágatâ Angriffe gezählt.
Zufrieden kehrte er auf den Eichenstamm zurück und fuhr im Schneidersitz mit den Atemübungen fort. Es war nicht länger ein fremdes Gefühl, das er verfolgen musste. Er konnte sich einfach… fallen lassen und er wurde Willkommen geheißen.
Doch es war Ollowyn nicht lange vergönnt sich in Meditation zu verlieren. Etwas weiches stupste gegen sein Schienbein. Der Junge öffnete die Augen langsam und entspannt und betrachtete den Übeltäter.
Ein kleiner, weißer Fuchs der an ihm schnupperte. Er hatte große, weiche Ohren und einen großen buschigen Schweif, der beinahe die Hälfte des Körpers ausmachte. Ollowyn betrachtete den Fuchs genauer. Nein, da war definitiv zu wenig Fleisch dran. Kein Abendessen. Er beschloss den Fuchs als Herausforderung zu sehen und ließ sich von ihm nicht bei seinen Atemübungen stören.
Doch Ollowyn hatte nicht die Rechnung mit diesen überaus neugierigen Fuchs gemacht. Das kleine Biest fing damit an sich auf seinem Schoß breit zu machen und während das für einige Zeit gut ging, so konnte sich Ollowyn unmöglich konzentrieren als der kleine weiße Schneeball versuchte sich auf seinem Kopf breit zu machen.
Er ließ seinen Kopf nach vorne kippen was den kleinen Fuchs zurück auf den Baumstamm beförderte. “Du kannst nicht einfach so auf meinem Kopf Platz nehmen. Das ist irritierend!”
Der Fuchs legte den Kopf schief und schnupperte an dem Eichenstamm. Ollowyn seufzte. Er hob das kleine Tier vorsichtig auf seinen Schoß und streichelte es zwischen den Ohren. Sofort rollte der kleine, flauschige Schneeball seinen großen Schweif um seinen Körper und schlief ein. Ollowyn lächelte. Es erinnerte ihn an früher, als er sich selbst zwischen Wölfen so eingerollt hatte.
In entspannter Haltung begann er erneut seine Atemübungen. Er tat es strikt nach der Anweisung des großen Meisters. Er atmete tief ein und versuchte sich vorzustellen wie die Energie in der Luft sich durch seine Lungen in seinen Körper verteilte. Doch Ollowyn schaffte es nicht dieses Gefühl zu erzeugen. Er fühlte wie er die Welt in sich aufnahm, Geräusche, Gerüche und die Luft um ihn herum. Temperatur und den weichen Fuchs auf seinem Schoß. Er müsste die Energie nicht in seinem Inneren verteilen. Es fühlte sich richtig an.
Als Ollowyn seine Mediation beendete, war die Sonne bereits halb untergegangen. Sein Magen knurrte so laut, dass selbst sein neuer Freund ihn ansah.
“Na, bist du auch hungrig?” Fragte der Junge und kraulte den Fuchs hinter den Ohren.
“Nya. Rrr.” Ließ dieser ertönen. Ob er ihn wohl verstand? Ollowyn würde ihm einen Namen geben. Doch er wusste nichts passendes. Vielleicht könnte Mephian oder einer der anderen Schüler ihm dabei helfen?
Ollowyn zog den großen Weidenkorb zu sich und öffnete ihn. Er hielt den Fuchs etwas getrocknetes Fleisch hin, doch dieser legte nur den Kopf schief und hieb es ihm mit der Pfote sanft aus der Hand.
Huh? Er mochte kein Fleisch? Ollowyn versuchte Käse, Eier und Brot. Doch jedesmal wurde seine Geste abgelehnt.
“Hmm. Nicht hungrig?” Ollowyn nahm einen großen Bissen von dem Brot und hielt es dem Fuchs hin. Dieser legte jedoch nur den Kopf schief und gab laut. “Nyarrr.”
Ollowyn aß von allen Dingen in seinem Korb einen Bissen sichtlich, um dem Tier zu vermitteln, dass es ungefährlich war. Doch der Fuchs gähnte nur und rollte sich vor Ollowyn zusammen. Schulterzuckend verschlagn Ollowyn so viel er konnte und packte seine schwarze Axt. Noch hatte er genügend Licht sich zu verausgaben. Er suchte sich eine weitere große Eiche etwas weiter entfernt und machte sich ans Werk.
Tiefe Hiebe trieben seine Axt tief in den Stamm und rissen schnell ein großes Loch. Als Ollowyn seinen neunten Arrágatâ Schlag ansetzte, sprang der Fuchs in das frisch geschlagene Loch! Ollowyn risse panisch die Axt nach oben und ließ die Axt auf Kopfhöhe ins Holz fahren, wo er sie stecken ließ.
“Was machst du denn?” Fragte er erschrocken. “Ich hätte dich beinahe angegriffen!”
Doch der Fuchs legte nur den Kopf schief und hob seinen Schweif. Dieser sah nun gänzlich anders aus als Ollowyn zuvor gesehen hatte. Es war nicht länger ein einzelner Schweif. Es waren drei.
Der Fuchs stieß ein lautes “Nyarrrr!” aus, bevor er sein Maul weitaus mehr aufriss als Ollowyn ihm zugetraut hätte und seine Zähne in den Baumstamm rammte. Der flauschige Schneeball kaute kurz auf dem herausgerissenen Holz herum, bevor er es hörbar schluckte.
Ollowyn blinzelte. Dann musste er auch hörbar schlucken. Er musste träumen. Das war nicht möglich.
Dann riss der Fuchs ein weiteres Stück Holz aus dem Baum.
Advertisement
- In Serial86 Chapters
I'm Not The Hero
Orrin is NOT the hero of the story. That would be his best friend, Daniel. Somehow they stumbled into this new world with magic. While Daniel is the Hero, Orrin gained a new class Utility Warder. Who brought them here? Why does Orrin seem to have powers even the Hero doesn't? And why does Daniel seem to be pulling away from him? Updates: Saturday Morning like an old school cartoon. Also Thursdays on weekdays I can keep my life together. Update: April 1, 2022. Participant in the Royal Road Writathon challenge
8 366 - In Serial22 Chapters
Vagrant — CYBERPUNK / SCI-FI
The Year is 2150, Chicago is ruled by the elite, upper class, and everybody is monitored by government surveillance. Desirae Abernathy is the daughter of a rich congressman who wants all personal and extracurricular augmentations outlawed. In a world of technology, this type of ideology can taint a family name and put hit markers on anybody who wears it proudly. Luckily for Desirae, that type of respect is not in her blood. After a streak of rebellious involvement with minor illegal activities, Desirae finds herself involved with a notorious gangbanger that wants to use her for her father's database of sensitive intel. What was once a relatively innocent exchange turns into a life of stealing, murder, and personal advancements that will turn Desirae’s life on its side. When she dives into the infamous gang, WiredSec, and explores her options as a street criminal, she finds issues within politics, within herself, and war hidden beyond the artificial neural network that could mean the end of her and everything she has ever known.
8 195 - In Serial92 Chapters
I love this world (Complete)
A man gets thrown into an alternate world after what was supposed to a harrowing escape from death. Follow him as he uses his knowledge from his previous life of research to adapt and survive in a place that is void of human contact, only to find out later how absurdly ridiculous his abilities are. Journey alongside this man as he attempts to change the new world for a better place, to turn it into one that he loves. PS, it will follow the reincarnation template very closely in the beginning (what do u expect? this is RRL), but will deviate from it as the story progress Warning: Crude language
8 109 - In Serial24 Chapters
Fluvia Dellarose was an Otome Game's Villain
Full Title:Fluvia Dellarose was Supposed to be an Otome Game’s Mini-Boss Villain, but Her Strong Maternal Instincts Prevailed! – As Expected of a Former Single-Mom. Main Site: https://honyakusite.wordpress.com/fluvia-dellarose-was-an-otome-games-villain/(Illustrations and the latest chapters - and a more aggressive update rate - can be found on the main site) In the otome game, [Love that Breaks Bonds], Ryllia Piermont is one of the main rivals, a villainous woman who seeks to devour marry a man of high-standing to gain power despite already having a fiance. Blackmailing, threatening, and tricking her way through the story, the person who made it all possible for Ryllia was the sickly Fluvia Dellarose, the younger twin sister of Ryllia’s naive and arrogant fiance, and a secret wielder of the illegal Ghost Arts. The tragic sub-villain, Fluvia Dellarose’s life went something like this:1. Lose magic2. gain Ghost Arts3. build the family estate up based on blackmail and illicit knowledge4. get sweet-talked by Brother’s fiancee5. become devoted to Ryllia6. orchestrate many of Ryllia’s dirty deeds7. get thrown away by Ryllia8. attack the Heroine9. get executed when Ghost Arts are found outThat’s how it was supposed to go, but… Mother, Father, properly scold your selfish son! Do you mean for it to become a habit?! Brother, I will raise you into a good man!Hmm… Mother has an inferiority complex so she doesn’t like socializing? Very well! I will turn the areas of yourself you hate into those you take pride in!Eh? There’s movement in the dark underbelly of the city that must be dealt with? … And just what are you going to do if my naive father hears of it? Bring the reports to me! Ghost Arts? Hmph! As if I would learn something illegal! Do you have any idea what kind of influence I will have on the children(Mother/Father/Brother)?! You don’t understand just how easily influenced these people (my precious, adorably foolish family members) are! Besides why should I, who was spurned by love and had to raise my child all by myself in the previous life, follow some sort of love-story script in the current life? In this life, I will live to see my grandkids this time!
8 240 - In Serial15 Chapters
Amir: A Short Horror Story
"My throat became dry; my tongue felt like sandpaper scraping against the top of my mouth. My mind became fuzzy. I had no chance of survival against this, this thing, and It was toying with me. It seemed to see the fear in my eyes and laughed, the metal sounding voice screeching like nails on a chalkboard. " I wrote this when I was young, and I haven't touched it since 2019, so don't worry about it.
8 163 - In Serial26 Chapters
Lover-Javon Walton
Idk what to put here just read and find out
8 208

